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Die Gattung Phelsuma Die Familie der Phelsumen, die überwiegend auf Madagaskar und den umliegenden Inseln der Seychellen, Komoren, Maskarenen, der Ostafrikanischen Küste und der Andaman-Insel leben, gliedert sich wiederum in viele verschiedene Arten und Unterarten. Diese werden zwischen 80mm und 300m und sind bis auf einige wenige Individuen farblich sehr ansprechend gefärbt. Bisher wurden 64 verschiedenen Arten und Unterarten dieser Gekkoninae- Gattung beschrieben, wobei 63 der Schutzbestimmungen WAII des Washingtoner Artenschutzgesetzes unterliegen. Mit Phelsuma guentheri gibt es wohl nur eine Ausnahme, die des WAI unterliegt. Diese Phelsume unterscheidet sich auch in ihrer Aktivitätszeit von allen übrigen Phelsumen. Sie ist Dämmerungs- bzw. Nachtaktiv und besitzt eine Spaltpupille. Aller wahrscheinlichkeit sind bereits 2 dieser 64 beschriebenen Arten ausgestorben, Hierbei handelt es sich um Ph. edwardnewtoni sowie Ph. gigas. Weitere Arten werden wohl bald folgen, sollte nichts gegen die Brandrodungen und den Raubbau in deren Biotopen unternommen werden. In ihrer Körperform unterscheiden sich Phelsumen nicht sonderlich von den bei uns heimischen Eidechsen, lediglich die Beschuppung weist besondere Merkmale auf. Einen ausgeprägten Geschlechtsdichromatismus gibt es nur bei wenigen Phelsuma-Arten, doch lassen sich die männlichen Individuen im Adultstadium schnell durch die leicht geöffneten Femoralporen in der Innenseite der Schenkel sowie durch den oftmals bulliger wirkenden Kopf von den weiblichen unterscheiden. Die Haftfüße der Geckos sind wohl als besondere Gabe der Natur zu sehen. Durch diese befähigt, bewegt sich der Gecko sehr schnell und geschickt auf glatten Oberflächen wie Glas oder Blättern von Pflanzen und ist damit seinem vorwiegendem Lebensraum, den tropischen Wäldern perfekt angepasst. Diese Haftfüße bestehen nicht etwa aus irgendwelchen biomechanischen Saugknöpfen wie oftmals von Leihen angenommen, auf der Unterseite eines Geckofußes befinden sich mehrere mit dem bloßen Auge nur sehr schwer zu erkennende parallel zu einander verlaufende Lamellen, die mit tausenden von kleinen Harken besetzt sind. Diese Harken sind so klein, dass sie selbst in Unebenheiten des für den Menschen doch so glatten Glases, halt finden! Befähigt durch diese einzigartigen Füße und seinem niedrigen Eigengewicht, wird ein Taggecko zu einem erbarmungslosen Jäger und stellt seinem Futter (vorw. Insekten) selbst auf dem letzten Blatt einer Baumkrone nach. Die Ernährung umfasst aber nicht nur wie angenommen Insekten, auch überreifes Obst sowie Blütennektar und Blütenpollen stehen auf seinem Speiseplan und werden oft mitbesonderer Vorliebe gefressen. Mit Hilfe seiner klebrigen Zunge nimmter er Partikel von Obst sowie Wasser zur Stillung seines Durstes auf. Durch diese teils herbivore Ernährung leistet die Phelsume auch einen Beitrag zur Vermehrung in der Pflanzenwelt, sie bestäubt dadurch Bäume und Pflanzen in Manier einer Biene. Oft kann man Phelsumen dabei beobachten, wie sie sich ihre Augen ablecken, dies ist die einzige Möglichkeit die Hornhaut auf ihren Augen zu säubern, denn das Auge einer Phelsume verfügt über keine schliesbaren Augenlieder. |
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